BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

Die orthopädische Behandlung bedient sich unter anderem chirurgischer Verfahren (beispielsweise Prothesenchirurgie), der Physiotherapie, der orthopädischen Schmerztherapie, der physikalischen und medikamentösen Arthrosebehandlung und der Orthopädietechniker und Orthopädieschuhtechniker zur Anpassung von Hilfsmitteln (beispielsweise Einlagen für Schuhe, Schuhzurichtungen an vorhandenen Konfektionsschuhen, Herstellung speziellen Schuhwerkes für Patienten, denen die Konfektion nicht gerecht werden kann).

Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die Orthopädie im Kindesalter. Vieles, was im Erwachsenenalter zu bleibenden Problemen werden kann, lässt sich beim Kind noch richten oder begradigen. Die Beratung bei der Berufswahl kann spätere Erkrankungen verhindern. In der Operationsverhütung liegt ohnehin eine der Hauptaufgaben der Orthopäden: Krankheitsbilder früh genug zu erfassen und so zu behandeln, dass eine Operation nicht notwendig wird (“Konservative Therapie”).

 

Ab Jänner 2013!

MBST KernspinResonanzTherapie

MBST®-OpenSystem 350

MBST KernspinResonanzTherapieEntwickelt nach dem gleichen physikalischen Prinzip wie das in der Diagnostik bewährte offene MRT. Es können Arm, Ellbogen, Hand- und Fingergelenke, Bein, Kniegelenke und Fußgelenke behandelt werden.


Behandlungssysteme sind das Ergebnis jahrelanger Weiterentwicklung der geschlossenen Therapiesysteme von MBST®. Sie sind geeignet, neben Arthrose in den genannten Gelenken, auch Stoffwechselstörungen der Knochen wie beispielsweise Knochenmarködeme oder Knochennekrosen zu behandeln. Außerdem können Bänder- und Sehnenbeschwerden mit dem OpenSystem therapiert werden. Die OpenSystem-Therapiegeräte werden auch nach Knochenbrüchen eingesetzt. Weiterhin ist der Einsatz der Geräte nach Verletzungen oder Operationen zur Unterstützung des Heilungsverlaufes möglich. Die OpenSystem-Therapiesysteme stellen den neuesten Entwicklungsstand der MBST®-Technologie dar und werden seit 2008 eingesetzt. Sie unterscheiden sich von den Standardgeräten vor allem durch größere aktive Behandlungsfelder.

Informationen zur MBST KernspinResonanzTherapie

 

Oktober 2012

Das Kunstgelenk für Allergiker

Jährlich werden österreichweit ca. 16.000 Kunstgelenke implantiert, welche den Patienten wieder zu Mobilität und verhelfen. Damit eröffnet sich für Viele nach langem Leidensweg wieder eine neue Lebensphase von erhöhter Beweglichkeit. Gleichzeitig müssen aufgrund unterschiedlicher Beschwerden nach Einbau eines Kunstgelenkes diese auch in seltenen Fällen wieder revidiert (nochmals operiert) werden. Eine Ursache für eine neuerliche Operation kann auch eine Allergie auf das implantierte Material im Bereich des künstlichen Gelenkes sein.

Besteht also eine erhöhte Allergieneigung insbesondere auf Metalle, sollte auf jedem Fall vor der Implantation eines Kunstgelenkes ein Allergietest durchgeführt werden.

In den letzten Jahrzehnten nimmt die Häufigkeit von Allergien deutlich zu.

Studien ergaben Kontaktallergieraten der Allgemeinbevölkerung gegen Nickel von 13,1 %, gegen Kobalt von 2,4 % und gegen Chrom von 1,1 %. Speziell bei der Nickelkontaktallergie sind im aktuellen Querschnitt deutlich mehr Frauen unter 40 Jahren betroffen.

Genau diese Metalle sind Bestandteile künstlicher Gelenke, welche im Körper zu allergischen Reaktionen führen können. Im Bereich des Kunstgelenkes treten dann zumeist : Rötung, Schwellung, Überwärmung, Ergußbildung /Flüssigkeitsansammlung im Gelenk, in seltenen Fällen auch Ekzembildung rund um das neue Gelenk auf.

Auch Bestandteile des Zementes (Acrylate, Zusätze wie Gentamycin, Benzoylperoxid), welche häufig zur Fixierung des Kunstgelenkes verwendet werden, können zu solchen Erscheinungen führen.

Um solche Beschwerden nach dem Einbau eines künstlichen Gelenkes zu vermeiden, sollte jedenfalls bei Allergieneigung oder bekannten Metallallergien vor der Operation eine Abklärung auf eine Unverträglichkeit erfolgen.

Dies ist mit einfachen Mitteln – z.B. einem sogenannten Epikutantest, bei welchem die Metalle auf die Haut aufgebracht werden und bei einer allergischen Reaktion eine Rötung erzeugen – durchführbar. Auch Allergien auf die Bestandteile des Knochenzementes können auf diese Art und Weise festgestellt werden.

Sollte eine Allergie auftreten, ist es neuerdings möglich, speziell behandelte Kunstgelenke zu verwenden, welche eine allergische Reaktion mit der Gelenksoberfläche verhindern.

Diese Implantate erhalten entweder eine spezielle Beschichtung aus Keramik oder eine spezielle Oberflächenvergütung, sodass es zu keinem Metallionenaustritt in das umgebende Gelenk kommen kann.

Somit ist es auch für Allergiker problemlos möglich, bis ins hohe Alter mobil zu bleiben.