Patientenindividualisiertes Sensor-Knie 4.0 – die Revolution der Implantationstechnik für maximale Mobilität

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Das Kniegelenk der Zukunft - Sensor-Knie 4.0

Manchmal führt kein Weg an einer Knieoperation vorbei: Wenn Meniskus oder Gelenk so geschädigt sind, dass nur eine Operation die Bewegungsfähigkeit wiederherstellen kann, lohnt es sich, einen Blick auf die aktuellste medizinische Forschung zu werfen. Ein revolutionäres Implantat – das Sensor-Knie 4.0 – ermöglicht Ergebnisse, die bis dato unvorstellbar waren.

Bewegung ohne Schmerz – in kürzester Zeit

Als erster Chirurg in Österreich habe ich vor einigen Jahren das revolutionäre Implantat Sensor-Knie 4.0 eingesetzt. Die Ergebnisse machen selbst erfahrene Ärzte sprachlos. Dieses „intelligente“, mit modernster Sensortechnik ausgestattete Knie-Implantat kann sich so an den Bewegungsapparat der Patienten anpassen, dass Rehabilitationszeiten extrem verkürzt werden. Der Fachbegriff für solche hoch modernen Implantate ist „sensorgestützte Knieendoprothetik“.

 

Das Knie ist seit Jahrtausenden fest in der Symbolsprache aller Kulturen verankert – zahllose Sprüche und Redewendungen zeugen von der immensen Bedeutung, die das Knie für den Menschen hat. Wie wichtig ein gesundes Knie wirklich ist, um ein normales Leben führen zu können, wird vielen erst bewusst, wenn es nicht mehr funktioniert. Leider warten viele Patienten zu lange und kommen erst in meine Ordination, wenn das Knie schon stark geschädigt ist. Manchmal kann ich dann mit gutem Gewissen nur noch zu einer Operation raten, um meinen Patienten wieder zu einem schmerzfreien Leben und voller Mobilität zu verhelfen.

Was ist ein Sensor-Knie?

Ein Ungleichgewicht und die falsche Position des Knieimplantats können zu Schmerzen, Steifheit, eingeschränktem Bewegungsspielraum und Instabilität des Knies führen.

 

Das Sensor-Knie ermöglicht es dem Chirurgen, das Gleichgewicht der Bänder während der OP perfekt anzupassen. Die Implantatpositionierung wird schon vor der Operation mittels 3D-Scan des individuellen Patientenkniegelenkes ermittelt und während der Operation mittels einer individuell angepassten Sägeschablone wie geplant umgesetzt. Das „intelligente“ Sensor-Knie liefert dann die Bandspannungsdaten drahtlos an einen Monitor, mit deren Hilfe der Chirurg die Optimierung der Vorspannung am Bandapparat anpasst, um das Gleichgewicht und die Stabilität der Knie über den gesamten Bewegungsbereich hinweg zu optimieren.

So funktioniert das Sensor-Knie 4.0

In der Vergangenheit haben Chirurgen ihr subjektives Gefühl und Erfahrungswerte angewendet, um zu bestimmen, ob das Knie nach der Operation im Gleichgewicht sein würde oder nicht. Natürlich hatten erfahrene Chirurgen mit vielen erfolgreich durchgeführten Operationen anderen da viel voraus. Die traditionellen Entscheidungshilfen, die den Chirurgen zur Bestimmung des Gleichgewichtszustands des Knies während der Operation zur Verfügung standen, konnten weder auf quantifizierte Belastungsdaten noch auf eine dynamische Beurteilung des Gleichgewichts über den gesamten Bewegungsbereich zurückgreifen.

Doch der Einsatz der Sensortechnologie verändert nicht den Arbeitsablauf des Chirurgen im Operationssaal. Sobald der Chirurg die OP wie gewohnt durchgeführt hat, aktiviert das OP-Personal den Sensor. Nun kann der Chirurg die mediolateralen Belastungswerte und die Kontaktpunktdrehung bei 10 Grad, 45 Grad und 90 Grad Flexion ablesen. Basierend auf den Echtzeitdaten des Implantats nimmt der Chirurg Anpassungen vor, um ein perfekt ausbalanciertes Knie zu erreichen.

 

Die Kombination aus dem Erfahrungsschatz eines Chirurgen mit der modernsten Messtechnologie des Sensor-Knies führt zu außergewöhnlichen Ergebnissen, die den Patienten hundertprozentige Mobilität garantieren.

Wie sieht es mit der Patientenzufriedenheit aus?

Trotz der rasanten Entwicklung der operativen Möglichkeiten im letzten Jahrzehnt ist einer von fünf Patienten immer noch mit dem Kniegelenkersatz unzufrieden. Postoperativ klagen viele Patienten über Steifheit, Bewegungsverlust, Kniegelenkinstabilität und Schmerzen.

Eine Studie mit 129 Knieersatzpatienten zeigte drei Jahre nach der Operation eine Patientenzufriedenheit von 98 % bei Empfängern des Sensor-Knies 4.0¹. Damit sind Patienten, die ein Sensor-Knie erhalten haben, die Gruppe mit der höchsten Patientenzufriedenheit. Schon sechs Wochen nach der Operation gaben die Patienten an, den Gelenkersatz kaum noch zu bemerken

Die klinischen Vorteile des Sensor-Knies 4.0

Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass ohne Einsatz der computergesteuerten Sensortechnologie nur rund 50 % aller Operationen optimal verlaufen und das betroffene Knie ideal ausgeglichen werden kann. Mit Einsatz des Sensor-Knies haben 92–100 % aller Operationen ein perfekt ausgeglichenes Knie zum Ergebnis². Mehrere dieser Studien sind sehr aktuell (2018) und zeigen so die modernsten chirurgischen Möglichkeiten auf, die wir zurzeit zur Verfügung haben. Obwohl ich als erfahrener Chirurg schon bisher mit einer hohen Erfolgsrate arbeiten konnte, sehe ich es als meine Pflicht, meinen Patienten die besten technologischen Entwicklungen anzubieten, die derzeit möglich sind.

Sensor-Knie-Patienten benötigen nach der Operation um 67 % weniger MUA³. Die Manipulation unter Anästhesie (MUA) ist eine gängige Behandlung gegen Steifheit und Arthrofibrose nach einer Knieersatzoperation.

Verkürzte Rehabilitationszeit durch das Sensor-Knie 4.0

Der Einsatz des Sensor-Knies 4.0 ermöglicht es dem Chirurgen, evidenzbasierte Entscheidungen bezüglich des Gleichgewichts des Weichgewebes am Knie zu treffen. Studien während der frühen postoperativen Genesung und Rehabilitation (Physiotherapie) haben erhebliche Unterschiede zu konservativ operierten Patienten gezeigt. Empfänger eines Sensor-Knies benötigen weniger Physiotherapie und zeigen eine schnellere klinische Verbesserung nach der Operation. Diese Verkürzung der Genesungszeit und Rehabilitation führt zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität und nicht zuletzt zu niedrigeren Gesamtkosten für die Patienten.

Warten Sie bei Knieschmerzen bitte nicht zu lange mit einem Arztbesuch, verschleppen Sie Ihren Schmerz nicht! Eine frühe Diagnose und Therapie können helfen, Operationen zu vermeiden. In manchen Fällen ist jedoch eine Operation die bessere Lösung – lassen Sie sich von mir zum Sensor-Knie 4.0 und den neuesten medizinischen Erkenntnissen beraten.

Quellen

[1] GUSTKE, K., GOLLADAY, G., ROCHE, M., ELSON, L., JERRY, G., ANDERSON, C.

The satisfied total knee replacement patient: 3-year multicenter study. EC Orthopedics 9.3 (2018): 122–127.

[2] Siehe z. B. WALKER P, MEERE P, BELL C

Effects of Surgical Variables in Balancing of Total Knees Using an Instrumented Tibial Trial. Knee. 2014 Jan;21(1): 156–61; A. VAN DER LINDE ET AL., The Reliability of Sensor-Assisted Soft Tissue Measurements in Primary Total Knee Arthroplasty. J. Arthroplasty. 2018 Oct; 33(8): 2502–2505.

[3] LEONE W, GELLER J, CHOW J, BRANOVACKI G, MARIANI J, GOLLADAY G, MEERE P.

Using Sensors to Evaluate Revision TKA: Treating the “Looks Good; Feels Bad” Knee. EC Orthopaedics. 3.5 (2016): 381–385.

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